Bäume und Landwirtschaft vereint: Großes Interesse am Agroforst-Vortrag in Alsbach

Foto: Tino Westphal

Bäume und Landwirtschaft vereint: Großes Interesse am Agroforst-Vortrag in Alsbach

Alsbach. Am vergangenen Mittwoch, den 5. August 2026, luden der Lernort Natur an der Fasanlache e.V., der NABU Seeheim-Jugenheim e.V. und der BUND Region Frankenstein zu einem gemeinsamen und hochaktuellen Vortragsabend in das Bürgerhaus Sonne ein. Trotz der großen Hitze fanden sich zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer ein, um mehr über ein zukunftsweisendes Konzept der Landwirtschaft zu erfahren.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Dr. Philipp Weckenbrock zum Thema „Agroforst auf dem Gladbacherhof – Erfahrungen aus den ersten 6 Jahren“. Der Gladbacherhof in Villmar-Aumenau dient als Lehr- und Versuchsbetrieb der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dort wird auf insgesamt 15 Hektar Fläche intensiv erforscht, wie Gehölze und landwirtschaftliche Nutzung sinnvoll auf einer Fläche kombiniert werden können.

Äußerst eindrucksvoll und mit anschaulichem Bildmaterial präsentierte Dr. Weckenbrock das innovative Konzept und den Fortschritt der drei verschiedenen Agroforstsysteme über die letzten sechs Jahre. Dabei ging er nicht nur auf die Erfolge ein, sondern erläuterte auch ganz praxisnah die Herausforderungen bei der Anlage und der Pflege der Baum- und Strauchreihen.

Wie wichtig das Thema in Zeiten des Klimawandels ist, zeigen die Hauptziele der Agroforstsysteme:

  • Erosionsschutz der wertvollen landwirtschaftlichen Flächen,
  • Wasserrückhalt und Wassermanagement, was besonders in Hanglagen von enormer Bedeutung ist,
  • Erhöhung des Tierwohls durch natürliche Beschattung der Weiden.

Der Vortrag entwickelte sich schnell zu einer sehr interaktiven Veranstaltung. Das Publikum brachte sich rege ein und stellte viele konkrete Fragen, insbesondere zu den aktuellen Fördermöglichkeiten und den rechtlichen Rahmenbedingungen, die von Dr. Weckenbrock kompetent beantwortet wurden.

Der Gladbacherhof ist als Langzeitexperiment angelegt. Das übergeordnete Ziel ist es, die ökologischen Vorteile und die wirtschaftlichen Kennzahlen aller drei Systeme über Jahre hinweg intensiv zu untersuchen und zu vergleichen, um so wertvolle Daten für die Landwirtschaft der Zukunft zu liefern.

Die drei ausrichtenden Vereine blicken auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurück, die gezeigt hat, wie groß das Interesse an nachhaltigen Landnutzungskonzepten in der Region ist.

Wer sich weiter in das Thema einlesen möchte, findet umfangreiche Informationen zum Projekt auf den Seiten der Universität Gießen: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb09/forschung/zentrenundprojekte/agroforst

Tauschen, kaufen, gärtnern!

Malen für Kinder, Informationen zu Projekten und Umweltschutzthemen, sowei frische Waffeln gab es beim BUND Stand am Pflanzenflohmarkt. Foto: Cornelia Fried

Tomaten, Paprika und viele weitere grüne Lieblinge fanden am Samstag, 25. April, beim Pflanzenflohmarkt des BUND ein neues Zuhause. Von 8 bis 12 Uhr verwandelte sich der Park rund um das evangelische Gemeindehaus in Seeheim in ein grünes Paradies für Pflanzenfreunde.

Bei strahlendem Frühsommerwetter strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf das Gelände und ließen nach der langen Winterpause spürbar die Lust aufs Gärtnern aufleben. Das vielfältige Angebot an Jungpflanzen, Ablegern und Gartenraritäten lud zum Stöbern, Tauschen und Fachsimpeln ein.

Der Duft frisch gebackener Waffeln am BUND-Stand und aromatischer Kaffee der evangelischen Kirchengemeinde machten den Vormittag perfekt und luden zum Verweilen ein.

 Die Begeisterung war auf allen Seiten groß: Ausstellende, so wie die Aktiven des BUND freuten sich über die herzliche und entspannte Atmosphäre und die vielen positiven Rückmeldungen. Ein rundum gelungener Tag, der Lust auf mehr macht. 
 

Vormerken: Der nächste Pflanzenflohmarkt findet am Samstag, 26. September 2026, statt. Weitere Informationen folgen rechtzeitig – interessierte Ausstellende und Besucherinnen und Besucher sind schon jetzt herzlich eingeladen!